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Tabakpflanze

 Dampfer-Lexikon
 Kategorie T
 25.05.2019

Tabakpflanze – was ist das?

Die Tabakpflanze ist eine Gattung der Nachtschattengewächse und ist erzeuger von natürlichem Nicotin – auch beim Dampfen für Liquids und Basen.

 Beschreibung

Die Tabakplanze, lateinisch Nicotiana, ist eine Planzengattung und in die Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) einzuordnen. Viele der artenreichen Tabakpflanze, 75 sind bekannt, erzeugen in den Wurzeln Nikotin. Das erzeugte Nikotin lagert die Tabakpflanze in ihren Blättern ein wo es zur Abwehr von Fraßfeinden dient. Die Blätter werden getrocknet und zu Zigaretten verarbeitet um geraucht zu werden. Durch Abbrand entsteht Tabakrauch, der inhaliert wird. Die größten Abnehmer bzw. Endkonsumenten sind Raucher

Von wirtschaftlicher Bedeutung für die Produktion von Tabakzigaretten und anderen Tabakwaren, sind vor allem die beiden Arten

  • Nicotiana tabacum, auch bekannt als Virginische Tabak
  • Nicotiana rustica, auch bekannt als Bauern-Tabak

Bei diesen beiden Arten der Tabakpflanzen wurde nachgewiesen, dass mit 97 % der größte Anteil des Nikotins in den Wurzeln unter der Erde gebildet wird. Über das Xylem (Leitgewebe) wird es in alle anderen Teile der Tabakpflanze transportiert und abgelagert. Der Anteil an Nikotin in den getrockneten, unbehandelten Blättern liegt meist zwischen 0,5 und 8 %, jedoch wurden in der Nicotiana tabacum auch bis zu 10 % und in Nicotiana rustica schon bis zu 18 % Nikotin nachgewiesen(1).

Nikotin wird auch in elektrischen Zigaretten bzw. in E-Liquid und E-Basen beigemischt mit dem großen Unterschied das keine Tabakverbrennung stattfindet. Da das Nikotin in Liquids und Basen in flüssiger Form vorliegt, wird Dampf durch verdampfen inhaliert. Es entsteht kein Rauch wie bei Tabakzigaretten – kommt es zum Rauch in der E-Zigarette ist dies immer(!) ein äußerst unerwünschter Fall und wird sehr unangenehm und ekelhaft schmecken. Beim Dampfen wird dies Kokeln und im schlimmsten Fall Dry Hit genannt und ist mitunter der „horror“ für einen Dampfer, da ungenießbar.

Abwehrmechanismus der Tabakpflanze durch Nikotin.

Die Tabakpflanze nutzt einen interessanten Abwehrmechanismus gegen Schädlinge, welche sie durch Reaktion auf den Speichel der Schädlinge identifiziert. Tabakpflanzen erkennen z. B. Käfer am Speichel und produzieren innerhalb einer Stunde bis zu zehn Milligramm Nikotin pro Blatt. Dies entspricht etwa dem Anteil Nikotin in einer einzigen Tabakzigarette. Das Nikotin das der Käfer nun durch den Blattfraß aufnimmt wirkt auf das Nervensystem der durch die für ihn hohe Dosis gelähmt wird und schließlich stirb(2).


Quellen:

  1. Eckart Eich: Solanaceae and Convolvulaceae: Secondary Metabolites Biosynthesis, Chemotaxonomy, Biological and Economic Significance (A Handbook). Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, 2008.
  2. Jörn auf der Kampe, GEOkompakt Nr. 38, Seite 31